Pressemitteilung

AUMOVIO erzielt operative Fortschritte im ersten Halbjahr und präzisiert Prognose für 2026 nach Abschluss mit BMW

  • Einigung mit BMW erzielt, Rechtsstreit abgeschlossen und Technologiepartnerschaft gestärkt; Auswirkungen der Einigung beeinflussen Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2026
  • Bereinigter Konzernumsatz in H1 2026 bei 8,6 Mrd € (H1 2025: 9,5 Mrd €, -8,9 Prozent) und in Q2 2026 bei 4,2 Mrd € (Q2 2025: 4,7 Mrd €; -10,0 Prozent)
  • Bereinigtes EBIT in H1 2026 bei 157 Mio € (H1 2025: 260 Mio €, -39,8 Prozent) und in Q2 2026 bei 50 Mio € (Q2 2025: 167 Mio €; -69,9 Prozent), exklusive der Auswirkungen der Einigung mit BMW bei 152 Mio € in Q2 2026
  • Bereinigte EBIT-Marge in H1 2026 bei 1,8 Prozent (H1 2025: +2,7 Prozent) und in Q2 2026 bei 1,2 Prozent (Q2 2025: +3,5 Prozent), exklusive der Auswirkungen der Einigung mit BMW bei 3,5 Prozent in Q2 2026
  • Bereinigter Free Cashflow in H1 2026 bei -177 Mio € (H1 2025: -177 Mio €) und in Q2 2026 bei
  • -174 Mio € (Q2 2025: -144 Mio €); normalisierter Free Cashflow in H1 2026 bei 113 Mio € (H1 2025: 84 Mio €, +34,1 Prozent) und in Q2 2026 bei -34 Mio € (Q2 2025: -25 Mio €)
  • Prognose für das Gesamtjahr 2026 präzisiert: Bereinigter Umsatz 17,0 bis 17,5 Mrd €, bereinigte EBIT-Marge 3,0 bis 4,0 Prozent, normalisierter Free Cashflow 500 bis 700 Mio €
  • Kapitalallokationsstrategie veröffentlicht: Transparenz und Klarheit über den Einsatz von Kapital zur langfristigen Wertsteigerung
AUMOVIO headquarters in Frankfurt.

Frankfurt am Main, 06. August 2026. Das Technologieunternehmen AUMOVIO hat das erste Halbjahr 2026 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld mit operativen Fortschritten abgeschlossen. Mit der am 30. Juli 2026 bekannt gegebenen Einigung mit BMW hat AUMOVIO zudem einen langjährigen Rechtsstreit abgeschlossen, die Geschäftsbeziehung langfristig gestärkt und die Grundlage für neue gemeinsame Projekte geschaffen. Die daraus resultierenden bilanziellen Effekte beeinflussen die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2026; Zahlungen erfolgen im zweiten Halbjahr 2026.

Der bereinigte Umsatz lag im ersten Halbjahr mit 8,6 Milliarden Euro um 8,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres (H1 2025: 9,5 Milliarden Euro). Das bereinigte EBIT belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 157 Millionen Euro (H1 2025: 260 Millionen Euro). Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 1,8 Prozent (H1 2025: 2,7 Prozent). Aufgrund der Ergebnisse des ersten Halbjahres, der Einigung mit BMW sowie einer aktuellen Bewertung des Marktumfelds präzisiert AUMOVIO die Prognose für das Gesamtjahr 2026. Die veröffentlichte Kapitalallokationsstrategie beschreibt die Prioritäten für die künftige Verwendung finanzieller Mittel und schafft damit Transparenz für Investoren.

Mit BMW haben wir eine langfristige Einigung erzielt, die einen Rechtsstreit beendet, unsere Technologiepartnerschaft stärkt und den Weg für neue Projekte mit einem geplanten Auftragsvolumen von deutlich über einer Milliarde Euro ebnet. Gleichzeitig haben wir wichtige Fortschritte bei Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit erzielt und unsere operative Leistungsfähigkeit weiter gestärkt. Diesen Kurs setzen wir fort und richten AUMOVIO weiter gezielt auf Wachstumsfelder aus. Dazu zählen beispielsweise skalierbare Systeme für das autonome Fahren von Lkws gemeinsam mit Aurora sowie unser neuer Innovationsprozess mit Fokus auf schnelle Marktfähigkeit ausgewählter Initiativen.

Philipp von Hirschheydt, CEO von AUMOVIO

Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2026

Im zweiten Quartal 2026 erzielte AUMOVIO einen bereinigten Konzernumsatz von 4,2 Milliarden Euro (Q2 2025: 4,7 Milliarden Euro). Das bereinigte EBIT lag bei 50 Millionen Euro (Q2 2025: 167 Millionen Euro). Dies entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 1,2 Prozent (Q2 2025: 3,5 Prozent). Ohne die bilanziellen Auswirkungen der Einigung mit BMW hätten der bereinigte Konzernumsatz im zweiten Quartal 2026 4,3 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT 152 Millionen Euro und die bereinigte EBIT-Marge 3,5 Prozent betragen. Die bereinigte EBIT-Marge hätte damit das Niveau des Vorjahres erreicht. Der bereinigte Free Cashflow belief sich im zweiten Quartal 2026 auf -174 Millionen Euro (Q2 2025: -144 Millionen Euro). Der normalisierte Free Cashflow lag bei -34 Millionen Euro (Q2 2025: -25 Millionen Euro).

Entwicklung der Geschäftsbereiche im ersten Halbjahr 2026

Die einzelnen Geschäftsbereiche verzeichneten in den ersten sechs Monaten 2026 folgende Entwicklung:

Der Geschäftsbereich Autonomous and Commercial Mobility erzielte einen bereinigten Umsatz von 1,4 Milliarden Euro (H1 2025: 1,6 Milliarden Euro). Der Umsatzrückgang um rund 12,7 Prozent geht im Wesentlichen auf ein geringeres Volumen im US-Markt und negative Wechselkurseffekte zurück. Das bereinigte EBIT belief sich auf -14 Millionen Euro (H1 2025: -2 Millionen Euro).

Der Geschäftsbereich Architecture and Network Solutions verzeichnete einen bereinigten Umsatz von 2,4 Milliarden Euro (H1 2025: 2,6 Milliarden Euro). Der Rückgang von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr geht vor allem auf ein geringeres Volumen in Europa und im US-Markt sowie auf negative Wechselkurseffekte zurück. Das bereinigte EBIT verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 40 Millionen Euro auf 142 Millionen Euro (H1 2025: 102 Millionen Euro).

Der Geschäftsbereich Safety and Motion erwirtschaftete einen bereinigten Umsatz von 3,4 Milliarden Euro (H1 2025: 3,7 Milliarden Euro). Der Umsatzrückgang von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist im Wesentlichen auf geringere Produktionsvolumina und Währungseffekte zurückzuführen. Das bereinigte EBIT lag mit 29 Millionen Euro um 127 Millionen Euro unter dem Vorjahreszeitraum (H1 2025: 156 Millionen Euro), was zum großen Teil auf Sondereffekte im Zusammenhang mit der Einigung mit BMW zurückzuführen ist.

Der Geschäftsbereich User Experience erzielte im ersten Halbjahr einen bereinigten Umsatz von 1,4 Milliarden Euro nach 1,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Portfoliobezogene Einmaleffekte, währungsbedingte Einflüsse sowie regionale Nachfrageverschiebungen und anhaltender Wettbewerbsdruck, insbesondere aus Asien, waren die Ursachen für den Umsatzrückgang um 6,3 Prozent. Durch Kostenmanagement und eine höhere operative Effizienz verbesserte sich das bereinigte EBIT auf 14 Millionen Euro (H1 2025: 11 Millionen Euro).

Kapitalallokationsstrategie vorgestellt und Prognose präzisiert

Zum Ende des ersten Halbjahres verfügt AUMOVIO weiterhin über eine starke Kapitalausstattung und Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote beträgt 52,9 Prozent (H1 2025: 53,9 Prozent). Darüber hinaus verfügt das Technologieunternehmen über eine Nettoliquidität von 1,2 Milliarden Euro (H1 2025: 1,4 Milliarden Euro) und über eine revolvierende Kreditlinie von 2,5 Milliarden Euro, die bis September 2029 läuft. Der normalisierte Free Cashflow stieg um 29 Millionen Euro auf 113 Millionen Euro (H1 2025: 84 Millionen Euro), während der bereinigte Free Cashflow unverändert bei -177 Millionen Euro (H1 2025: -177 Millionen Euro) lag.

AUMOVIO hat heute zudem seine Kapitalallokationsstrategie vorgestellt, die einen transparenten Rahmen für den wertschaffenden Einsatz der finanziellen Mittel beschreibt. Die Kapitalallokationsstrategie zielt darauf ab, die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sicherung einer starken Bilanzstruktur, Investitionen in profitables organisches Wachstum sowie eine verlässliche Dividendenpolitik. Darüber hinaus sollen überschüssige Free Cashflows nach Dividenden und anorganischem Wachstum über Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgeführt und zusätzlicher langfristiger Wert geschaffen werden.

Mit unserer Kapitalallokationsstrategie setzen wir den Rahmen für den Einsatz unserer Mittel: ausgewogen und klar priorisiert für eine langfristige Wertsteigerung. Unsere Investoren gewinnen Transparenz und Orientierung, wie wir bilanzielle Stärke, finanzielle Flexibilität, Investitionen und Ausschüttungen gestalten und in Einklang bringen. Die schwache Marktentwicklung, die unser Ergebnis in der ersten Jahreshälfte belastet hat, wird voraussichtlich anhalten. Darüber hinaus beeinflussen Sondereffekte unser Ergebnis. Aus diesen Gründen präzisieren wir unsere Prognose für Umsatz und Cashflow und passen unsere Erwartungen für die EBIT-Marge an. Die Fortschritte in mehreren Geschäftsbereichen sowie die positive Entwicklung unseres normalisierten Free Cashflows zeigen, dass unsere Maßnahmen greifen. Darauf bauen wir in der zweiten Jahreshälfte weiter auf.

Jutta Dönges, CFO von AUMOVIO

Die aktuelle Prognose von Mobility Global geht für 2026 von einer leicht rückläufigen weltweiten Automobilproduktion aus. Insbesondere in Europa, Nordamerika und China werden geringere Produktionsvolumina erwartet. Aufgrund der rückläufigen Produktionsvolumina, anhaltender geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Unsicherheit geht AUMOVIO für das Geschäftsjahr 2026 weiterhin von einem insgesamt herausfordernden Marktumfeld aus.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse des ersten Halbjahres 2026, der Auswirkungen der Einigung mit BMW und einer aktuellen Bewertung des Marktumfelds erwartet AUMOVIO für das Geschäftsjahr 2026:

  • Bereinigter Umsatz: 17,0 bis 17,5 Milliarden Euro (bisher: 17,0 bis 18,5 Milliarden Euro)
  • Bereinigte EBIT-Marge: 3,0 bis 4,0 Prozent (bisher: 3,5 bis 5,0 Prozent)
  • Normalisierter Free Cashflow: 500 bis 700 Millionen Euro (bisher: 500 bis 800 Millionen Euro)

Hier finden Sie alle Informationen zu unserem Halbjahresbericht im Überblick: https://ir.aumovio.com/de/publications

Picture of Stephanie Lorbach, Head of Financial Communications at AUMOVIO

Stephanie Lorbach

Leiterin Finanzkommunikation

+49 69 7603-1797